Szeneninformationen
Charaktere: Elysion &
Asteria
Szeneneinstellung: private Szene & feste Postreihenfolge
Datum: 18.07.2026
Triggerwarnung: FSK 21
Ort: Anwesen der Schöpfung
Ich hatte jedes Wort gehört, noch bevor Zeus überhaupt erschienen war. Der Raum selbst trug seine Unruhe bis zu mir, denn nichts geschah im Kosmos, ohne dass ich es spürte. Langsam trat ich aus dem goldenen Licht der Ewigkeit hinter Elysion hervor. Mein violettes Gewand schimmerte wie ferne Sternennebel und die Sterne in meinem Haar glühten sanft, als ich meinen Blick auf Zeus richtete. Weder Zorn noch Verachtung lagen darin, sondern nur die stille Gelassenheit, die älter war als jede Welt. Ich trat neben Elysion und legte meine Hand behutsam auf seinen Arm weil ich ihn daran erinnern wollte, dass er diesen Weg niemals allein ging. Danach wandte ich mich dem Göttervater zu. I
hr verwechselt Ehrfurcht mit Angst, Zeus. Die Menschen haben euch nicht vergessen, weil Elysion untätig geblieben ist. Sie haben aufgehört, euch zu fürchten, weil die Zeit sie verändert hat. Schöpfung bedeutet Wandel. Wer erwartet, dass alles für alle Ewigkeit gleich bleibt, hat den Sinn des Lebens niemals verstanden. Meine Stimme war ruhig, doch jedes Wort erfüllte den Raum wie das leise Echo einer fernen Galaxie.
Ihr nennt Azrael eine Gefahr, weil ihr den Tod fürchtet. Ihr nennt den Weltenverschlinger ein Monster, weil ihr nicht versteht, weshalb er erschaffen wurde. Doch weder Azrael noch jene uralten Wesen existieren durch Zufall. Jedes von ihnen besitzt seinen Platz im Gefüge der Schöpfung. Selbst das Ende ist notwendig, damit Neues geboren werden kann. Ich ließ meinen Blick kurz zum Fenster schweifen, hinaus auf die Welt, die sich unaufhaltsam weiterdrehte. Sterne wurden geboren, während andere längst verglühten. So war es immer gewesen und so würde es immer sein.
Ihr sprecht davon, dass Elysion seinen Platz räumen soll. Doch dieser Platz gehört niemandem. Er wurde niemals erobert, niemals verliehen und kann auch niemandem übergeben werden. Er ist kein Thron. Er ist eine Verantwortung, die älter ist als Zeit und Raum selbst. Selbst Astraeon weiß das. Langsam sah ich Zeus wieder an.
Du glaubst, Stärke bedeutet einzugreifen, sobald dir etwas missfällt. Doch wahre Stärke besteht darin, den eigenen Kindern die Freiheit zu schenken, ihren Weg selbst zu finden. Elysion erschuf die Schöpfung. Ich schenkte ihr einen Ort, an dem sie wachsen konnte. Und unsere Kinder bewahren ihr Gleichgewicht. Würden wir jedes Mal eingreifen, wenn Furcht die Herzen der Götter erfüllt, dann wäre die Freiheit, die wir erschaffen haben, niemals echt gewesen. Ich machte einen kleinen Schritt nach vorne und die Luft schien für einen Moment stillzustehen. Nicht aus Macht, sondern weil selbst der Kosmos meiner Stimme lauschte.
Ihr wollt, dass die Menschen euch wieder fürchten. Ich wünsche mir nur, dass sie leben dürfen. Dass sie lieben, Fehler machen, wachsen und ihren eigenen Weg finden. Darin liegt der Sinn der Schöpfung. Nicht in eurer Verehrung. Schließlich glitt mein Blick zu Elysion und ein sanftes Lächeln erschien auf meinen Lippen. U
nd solange mein Geliebter den ersten Gedanken der Schöpfung in seinem Herzen trägt und ich die Ewigkeit bewahre, wird niemand diesen Platz einnehmen. Mein blick ging Zeus und ich schmunzelte.
Ihr seit in vergessenheit geraten...in nichtfürchtung weil ihr nichts getan habt, ihr habt nur zugeschaut so verlieren Menschen ihren Glauben...