07-27-2026, 09:29 AM
Szeneninformationen
Charaktere: Azrael Noctis Memento & Vaelor Fenris
Szeneneinstellung: private Szene & feste Postreihenfolge
Datum: 15.07.2026
Ort: Überall
Szeneneinstellung: private Szene & feste Postreihenfolge
Datum: 15.07.2026
Ort: Überall
Ein leises Krächzen ließ mich den Kopf heben. Nyxoris landete mit einem sanften Flügelschlag auf meiner Schulter und zupfte leicht an einer dunklen Locke. Ich hob die Hand und strich ihm über das glänzende Gefieder. Ich weiß..., murmelte ich leise. Du musst mich nicht ständig daran erinnern. Der Rabe antwortete mit einem empörten Laut, bevor er die Flügel ausschüttelte. Ein schwaches Lächeln legte sich auf meine Lippen. Auch er war erwacht. Seine Federn schimmerten nun in einem dunklen Violett, sobald Licht auf sie fiel, und seine Augen erinnerten an ferne Sterne. Doch im Inneren war er derselbe geblieben. Mein treuester Gefährte. Mein Freund. Ohne ihn hätte ich vermutlich längst verhungert. Während ich versuchte zu verstehen, wie diese Welt funktionierte, hatte Nyxoris längst gelernt, wo Menschen Nahrung achtlos zurückließen oder wie man unbemerkt etwas stehlen konnte. Brot, Obst oder seltsame Speisen, deren Namen ich nicht einmal kannte. Es war nicht viel, aber genug, um mich auf den Beinen zu halten. Ich blickte an mir hinab. Das schwarze Hemd und die dunkle Hose hatte ich in einem verlassenen Gebäude gefunden. Offenbar ließen Menschen Kleidung einfach zurück. Warum, verstand ich bis heute nicht. Wenigstens fiel ich dadurch zwischen ihnen kaum noch auf. Die Sprache hingegen hatte ich erstaunlich schnell verstanden. Vermutlich war es ein Teil meines göttlichen Wesens. Worte waren nie eine Grenze gewesen. Doch das Leben selbst... das verstand ich nicht. Ich wusste nicht, weshalb Menschen jeden Morgen irgendwohin eilten. Warum sie ihr Leben gegen kleine bedruckte Zettel eintauschten. Weshalb sie freiwillig den größten Teil ihrer Zeit hinter Mauern verbrachten. Ich verstand ihre Sprache, aber nicht ihre Welt. Ein kühler Wind strich zwischen den Hochhäusern hindurch und ließ mein Hemd leicht flattern. Langsam hob ich den Blick. Etwas hatte sich verändert. Seit meinem Erwachen spürte ich tief in meiner Seele ein stetiges Pochen. Anfangs war es kaum mehr als ein Flüstern gewesen. Jetzt wurde es mit jedem Tag lauter. Wie das Knurren eines uralten Wesens, das langsam aus einem endlosen Schlaf erwachte. Nekhareth. Ich schloss für einen kurzen Moment die Augen. Ich konnte ihn spüren. Tief zwischen den Welten. Seine Seele regte sich. Noch schlief er, doch unsere Verbindung wurde stärker. Mit jedem Tag kehrte ein weiterer Teil meiner Macht zurück. Nyxoris spannte plötzlich die Flügel an. Sein Gefieder stellte sich auf und ein tiefes, bedrohliches Knurren verließ seinen kleinen Körper. Langsam öffnete ich die Augen wieder. Die Schatten der Gasse bewegten sich. Nicht wegen des Windes. Wegen jemandem, der sich darin verbarg. Ein Mann trat lautlos aus der Dunkelheit. Er wirkte kaum älter als ich und trug einen langen hellen Mantel. Auf seinem Rücken ruhte ein goldener Speer, dessen Spitze selbst in der Dunkelheit schimmerte. Seine bernsteinfarbenen Augen ruhten regungslos auf mir. Er wusste genau, wer ich war. Also stimmt es wirklich..., sagte er ruhig.
Ich antwortete nicht. Sein Blick wanderte über mein Gesicht, blieb kurz auf Nyxoris liegen und kehrte schließlich zu mir zurück.
Der Erbe des Todes ist erwacht. Noch immer schwieg ich. Langsam griff er nach dem Speer auf seinem Rücken und zog ihn hervor. Im selben Augenblick begann die goldene Klinge hell aufzuleuchten. Wer bist du?, fragte ich schließlich.
Ein kaum sichtbares Lächeln erschien auf seinen Lippen.Mein Name spielt keine Rolle. Ich bin ein Halbgott. Er machte einen einzigen Schritt auf mich zu. Und meine Aufgabe besteht darin, dich zu töten, bevor du zu einer Gefahr für diese Welt wirst.
Nyxoris breitete die Flügel aus und stieß einen schrillen Ruf aus. Augenblicklich verdichteten sich die Schatten um mich herum. Tief in meiner Seele antwortete etwas auf diese Bedrohung. Ein gewaltiges Brüllen erschütterte mein Inneres. Ich konnte spüren, wie der uralte Rabendrache hinter den Grenzen der Welten seine Augen öffnete. Für einen winzigen Augenblick erzitterte selbst die Luft. Der Halbgott blieb abrupt stehen. Seine Augen weiteten sich. Nein..., flüsterte er ungläubig. Er starrte mich an, als hätte er gerade seinen schlimmsten Albtraum gesehen. Nicht nur du bist erwacht... Der Rabendrache erwacht ebenfalls...
Ich hob langsam den Kopf und erwiderte seinen Blick mit vollkommener Ruhe. Dann solltest du dir gut überlegen....wer von uns beiden heute wirklich dem Tod begegnen wird. Ich verschwand dabei in der Dunkelheit und tauchte beim Hafen wieder auf, in der Hoffnung ihm entkommen zu sein, den selbst dieses teleportieren schwächte mich noch. Aber im selben Moment tauchte er direkt wieder vor mir auf, meine Augen leuchteten auf und mein rabe verschwand in Schwarzen rauch, während im Meern sich etwas regte. Du solltet ihn nicht wütend machen, selbst ich habe keine Kraft ihn zu zähmen nicht jetzt...wenn du mich angreifst ist diese Stadt in gefahr. Das schien dieser Gottheit nicht wirklich zu interessieren, sein sperr streifte meine Wange als ich ihn gerade noch auswich, bevor er mich gegen einer der Container drückte, ich sah deutlich seine Schicksalsfäden. Du weißt zu was ich fähig bin.... Und genau deswegen musst du sterben
