Szeneninformationen
Charaktere: Lycaon Vaelmont &
Kael Draven Ashcroft
Szeneneinstellung: private Szene & feste Postreihenfolge
Datum: 20.07.2026
Triggerwarnung: FSK 25
Ort: Anywhere
Ich spürte noch immer den pochenden Schmerz in meiner Brust, doch als Lycaon mich ohne jede Anstrengung auf seine Arme hob, ließ ich den Kopf gegen seine Schulter sinken. Ich war erschöpft. Nicht nur körperlich. Die letzten Stunden hatten mein gesamtes Leben auf den Kopf gestellt. Mein Vater hatte mich akzeptiert, mich verraten, versucht mich zu töten, seine Macht verloren und mir im nächsten Moment das Rudel überlassen. Es war zu viel. Viel zu viel. Als Lycaon Fenrath ansprach, hob ich langsam den Blick. Ehrlich gesagt hatte ich nicht damit gerechnet, dass selbst Fenrath auf jemanden hören würde. Umso überraschter war ich, als der gewaltige Urwolf tatsächlich innehielt. Sein Knurren ließ noch immer den Boden leicht erzittern, doch schließlich hob er seine Pranke von dem Wolf meines Vaters. Ich beobachtete schweigend, wie Fenrath sein Urteil änderte. Als die Verbindung meines Vaters zum Mond zurückkehrte, spürte selbst mein eigener Wolf, wie dessen Aura wieder aufflammte. Er war nicht mehr dieselbe wie zuvor. Sie wirkte gedämpfter. Demütiger. Als hätte selbst der Mond ihm unmissverständlich gezeigt, wie schmal der Grat zwischen Macht und ihrem vollständigen Verlust war. Mein Vater sank erneut auf ein Knie. Dieses Mal freiwillig. Er legte eine Hand auf seine Brust und senkte respektvoll den Kopf vor Fenrath.
Ich werde diese Gnade nicht noch einmal mit Füßen treten, sagte er mit fester, aber deutlich ruhigerer Stimme.
Ich habe verstanden, dass meine Stärke niemals meine eigene war. Sie war immer ein Geschenk des Mondes. Langsam hob er den Blick zu mir. In seinen Augen lag diesmal weder Stolz noch Zorn. Nur Reue.
Und ich habe beinahe den größten Fehler meines Lebens begangen. Ich sah ihn lange an, ohne etwas zu sagen. Erst als Lycaons leise Worte an mein Ohr drangen, löste ich den Blick von meinem Vater. Ich lächelte schwach und hob eine Hand an seine Wange.
Ohne dich... hätte ich das alles vermutlich gar nicht überlebt. Meine Finger strichen sanft über seine Haut.
Du hast mich immer wieder aufgefangen, obwohl ich selbst kaum noch wusste, wie ich stehen soll. Ich atmete tief durch und schloss für einen Moment die Augen. Als ich sie wieder öffnete, fiel mein Blick auf Fenrath. Der Anblick ließ mich trotz allem leise lachen. Der mächtigste Wolf, den diese Welt je hervorgebracht hatte, lag auf dem Boden und ließ sich von meinem eigenen Wolf den Hals und das dichte Fell beschmusen, während er grummelnd jede weitere Zuneigung über sich ergehen ließ. Mein Wolf wedelte sogar leicht mit dem Schweif und drückte sich noch enger an ihn, als hätte es nie etwas Selbstverständlicheres gegeben. Ich konnte nicht anders, als den Kopf schmunzelnd zu schütteln.
Also wirklich..., murmelte ich leise.
Gerade eben hast du noch das ganze Anwesen zum Beben gebracht... und jetzt lässt du dich verwöhnen wie ein übergroßer Hund. Fenrath öffnete nur ein Auge und schnaubte gespielt beleidigt, während mein Wolf ihm kurzerhand über die Schnauze leckte. Das tiefe Brummen, das darauf folgte, klang beinahe zufrieden und zum ersten Mal seit langer Zeit hatte ich das Gefühl, dass sich der Sturm in meinem Inneren langsam legte. Solange ich in Lycaons Armen lag und mein Wolf seinen Platz an Fenraths Seite gefunden hatte, fühlte sich selbst dieses vollkommen veränderte Leben nicht mehr beängstigend an. Meine Arme lagen noch immer um seinen Nacken als mein blick wieder zu mein Vater ging, er nahm das siegel wieder an sich und verneigte sich bevor er mit seinen leuten das Anwesen verschwand, ich sagte kein Wort mehr zu ihm ließ ihn gehen und sah an mir hinab.
Solangsam brauch ich neue Hemden.... so oft wie man sie mir kaputt machte und es wiedermal blutdurchträngt war.
Das meion eigener Vater meinen tot wollte damit habe ich nun wirklich als letztes gerechnet, ich bin froh das ich dich hier hatte... wer wusste schon was sonst passiert wäre? Ein wenig schmunzeln musste ich dann aber doch, ich dachte immer ich wäre der Alpha der aufpassen und dieser Rollentausch, jemand der auf mich aufpasste gefiel mir verdammt gut.