Szeneninformationen
Charaktere: Lycaon Vaelmont &
Kael Draven Ashcroft
Szeneneinstellung: private Szene & feste Postreihenfolge
Datum: 20.07.2026
Triggerwarnung: FSK 25
Ort: Anywhere
Ich spürte in dem Moment, in dem sich Lycaons Aura entfaltete, wie sich jedes Haar in meinem Nacken aufrichtete. Es war keine Aura, die Dominanz verlangte. Sie war älter. Tiefer. Sie fühlte sich an wie der erste Atemzug einer Welt, die längst vergessen worden war. Selbst mein Wolf wurde augenblicklich still. Nicht aus Angst. Aus Ehrfurcht. Ich beobachtete, wie sich die Schattenwölfe um uns erhoben. Ihre Augen glühten in der Dunkelheit und ihr uralter Gesang erfüllte den Raum. Jeder einzelne Vers ließ etwas in mir erwachen. Bilder schossen durch meinen Kopf. Ein silberner Mond über endlosen Wäldern. Wölfe, deren Namen längst niemand mehr kannte. Ein uraltes Rudel, das den Himmel anheulte, lange bevor Menschen Städte errichteten. Und immer wieder hörte ich meinen eigenen Namen zwischen ihren Stimmen. Kael. Der Mondgeborene. Der Alpha des Hauses Ashcroft. Die Luna des Ersten Wolfs. Ich bemerkte erst, dass ich den Atem angehalten hatte, als das Lied verstummte. Meine Finger hatten sich unbewusst fester um Lycaons Hand geschlossen. Ich ließ sie nicht los. Nicht jetzt. Niemals wieder. Langsam richtete ich den Blick auf meinen Vater. Seine sonst so unbewegte Miene war verschwunden. Sein Gesicht war aschfahl geworden. Seine Hände zitterten kaum merklich und zum ersten Mal in meinem Leben sah ich etwas in seinen Augen, das ich niemals für möglich gehalten hätte. Angst. Keine Angst vor Lycaon. Keine Angst vor den Schattenwölfen. Es war die Angst eines Mannes, der erkannte, dass die Wahrheit, die er jahrzehntelang unterdrückt hatte, unmittelbar vor ihm stand. Er machte einen unbewussten Schritt zurück.
"Nein...“, murmelte er kaum hörbar.
"Das... darf nicht sein.“ Ich ließ meinen Blick nicht von ihm
Das sind also die Worte die du mir verschwiegen hast! diese Prophezeiung wolltest du änder! Er schüttelte den Kopf.
"Diese Prophezeiung... sie sollte niemals erfüllt werden.“ Ich spürte, wie sich Wut in mir regte.
Deshalb hast du sie verschwiegen. Er sah mich an, als suche er nach Verständnis.
Ich wollte dich schützen. Ich schnaubte bitter auf.
Schützen? Meine Stimme wurde lauter, ohne dass ich es beabsichtigte.
Du hast mein ganzes Leben kontrolliert. Du hast entschieden, wer ich sein soll, wen ich lieben soll und welchen Weg ich gehen darf. Und das alles, weil du geglaubt hast, stärker zu sein als der Wille des Mondes. Mein Vater senkte den Blick für einen kurzen Augenblick.
Ich wollte verhindern, dass unsere Familie ihre Freiheit verliert.Und ihr ansehen, ein Alpha der einen Mann nimmt? Der von ihn Dominiert wird? Das funktioniert nicht! nicht in unserer Familie! Wie sieht das aus? Ich schüttelte langsam den Kopf.
Nein. Du wolltest verhindern, dass du die Kontrolle verlierst. Wieder entstand Schweigen. Es war Lycaons letzte Frage, die noch immer im Raum nachhallte.
Wollen Sie wirklich Verrat an der Mutter des Mondes begehen? Mein Vater hob langsam den Kopf. Sein Stolz kämpfte sichtbar gegen die Wahrheit, die sich nicht länger leugnen ließ. Schließlich schloss er für einen Moment die Augen. Als er sie wieder öffnete, wirkte er älter, als ich ihn je gesehen hatte.
Ich habe geglaubt..., sagte er langsam,
dass ich das Schicksal ändern kann. Ich antwortete nicht sofort. Ich trat stattdessen einen Schritt näher an Lycaon heran, bis unsere Schultern sich berührten.
Und jetzt? fragte ich ruhig. Mein Vater sah zuerst das Mal an meinem Hals an, dann unsere ineinander verschränkten Hände und schließlich Lycaon. Er wusste, dass es kein Zurück mehr gab. J
etzt...“ muss ich akzeptieren, dass der Mond stärker war als mein Wille. Mein blick ruhte auf mein Vater den auch wenn er das sagte, veränderte sich wieder sein gesicht.
Aber ich werde denoch es nicht akzeptieren das du mein sohn bist mit dieser Geschichte, ich habe ein gesicht zu verlieren! Ich kann dir unser Familienerbe nicht nehmen, aber ich kann dich verstoßen! Mein Blick war überrasscht, nach all dem wollte er mich verstoßen?
Ist das dein ernst? Weil es dir Peinlich ist verstößt du deinen Sohn?