Szeneninformationen
Charaktere: Lycaon Vaelmont &
Kael Draven Ashcroft
Szeneneinstellung: private Szene & feste Postreihenfolge
Datum: 20.07.2026
Triggerwarnung: FSK 25
Ort: Anywhere
Ich wollte gerade antworten, als ich Schritte auf der Treppe hörte. Mein Blick hob sich automatisch und blieb sofort an Lycaon hängen. Er kam langsam herunter, erstaunlich ruhig, mit einer Haltung, die sich kaum in Worte fassen ließ. Selbst ohne die überwältigende Präsenz, die ich inzwischen kannte, wirkte er anders als sonst. Selbstbewusster. Aufrechter. Als er neben mir stehen blieb und mich kurz ansah, spürte ich augenblicklich, wie die Anspannung in meinem Körper nachließ. Fast zeitgleich begann das Mal an meinem Hals warm zu werden. Verwundert griff ich mit der freien Hand dorthin, ehe ich bemerkte, wie ein silbrig schimmerndes Symbol auf meiner Haut aufleuchtete. Ich runzelte die Stirn und sah erst zu Lycaon, dann zu Evelyn, deren Blick wie gebannt auf meinem Hals lag. Ich wollte etwas sagen, als Lycaon neben mich trat. Ohne nachzudenken schloss ich meine Finger um seine Hand. Im selben Augenblick wurde das Mal an meinem Hals warm. Verwundert hob ich die freie Hand dorthin, als das silbrig schimmernde Symbol immer deutlicher sichtbar wurde. Ich runzelte die Stirn, doch noch bevor ich fragen konnte, hörte ich Evelyn scharf die Luft einziehen. Ihr Gesicht verlor augenblicklich jede Farbe. Ihr Blick war wie festgefroren auf meinem Hals.
Nein..., flüsterte sie fassungslos und machte einen Schritt zurück.
Das... das ist unmöglich. Ich sah sie irritiert an.
Evelyn? Sie schüttelte immer wieder den Kopf.
Das ist eine Gefährtenbindung. Ihre Stimme zitterte.
Eine wahre Gefährtenbindung... vom Mond selbst. Ich blickte zu Lycaon und dann wieder zu ihr.
das erkennst du also? Sie lachte ungläubig auf, obwohl ihr Tränen in die Augen stiegen.
Ich bin ein Beta-Wolf, Kael. Jeder Wolf kennt dieses Zeichen. Es erscheint nur bei zwei Wölfen, die füreinander bestimmt sind. Das ist kein Schmuck, kein Ritual und kein Zufall. Ich senkte langsam den Blick auf unsere ineinander verschränkten Hände. Mein Wolf war vollkommen ruhig. Nicht, weil er sich unterwarf, sondern weil er endlich dort war, wo er hingehörte. Langsam hob ich den Kopf wieder.
Dann hatte mein Wolf also die ganze Zeit recht. Evelyn sah zwischen uns hin und her.
Nein... wir sind verlobt. Ihre Stimme wurde lauter.
Wir wollten heiraten! Ich begegnete ihrem Blick ruhig.
Ja. Das wollten wir. Und jetzt hältst du einfach seine Hand? Ich drückte Lycaons Finger unbewusst etwas fester.
Ja Sie schüttelte verzweifelt den Kopf.
Du entscheidest dich einfach für ihn Ich atmete ruhig aus.
Nein. Ich entscheide mich dafür, endlich ehrlich zu sein. Zu dir und zu mir selbst. Ich sah sie lange an.
Heute Nacht hätte ich sterben können. In keinem einzigen dieser Momente habe ich an unsere Hochzeit gedacht. Ich habe nur gehofft, dass Lycaon nichts passiert. Sie begann zu weinen.
Du liebst ihn. Ich schwieg einen Augenblick. Dann nickte ich langsam.
Ja. Das Wort verließ meine Lippen erstaunlich leicht. Es fühlte sich nicht wie ein Geständnis an, sondern wie etwas, das schon lange in mir gewesen war. I
ch wollte dich nie verletzen, Evelyn. Aber ich kann auch nicht weiter so tun, als wäre nichts geschehen. Das wäre dir gegenüber unfair. Sie sah mich an, als würde die Welt unter ihren Füßen zusammenbrechen.
All die Jahre... und dann kommt er? Ich schüttelte den Kopf.
Er ist nicht einfach gekommen. Er war schon da. Ich habe nur viel zu lange gebraucht, um zu verstehen, warum mein Wolf ihn nie aus den Augen lassen wollte und warum ich mich in seiner Nähe zum ersten Mal wirklich vollständig gefühlt habe. Ich ließ Lycaons Hand nicht los. Nicht einen einzigen Moment. Denn tief in meinem Inneren wusste ich, dass ich sie nie wieder loslassen wollte.
Und was wird mit mir? Unserer Familie? Eve...du weißt selber das man so eine bindung nicht ignorieren sollte... dabei sah ich sie ruhig an aber sie wurde direkt wieder histerisch und sauer und warf mir jegliche Sachen vor, meine Nerven waren wirklich langsam dahin.