07-13-2026, 05:09 PM
Szeneninformationen
Charaktere: Sorin Morian & Lian Asher
Szeneneinstellung: private Szene & feste Postreihenfolge
Datum: 15.07.2026
Ort: City
Szeneneinstellung: private Szene & feste Postreihenfolge
Datum: 15.07.2026
Ort: City
Es war tief. So tief, dass ich es nicht nur hörte, sondern in meiner Brust spürte. Langsam hob ich den Kopf und mein Atem stockte. Aus den Schatten löste sich die Gestalt eines gewaltigen schwarzen Panthers. Sein Fell verschmolz beinahe mit der Dunkelheit, nur seine Augen durchbrachen sie wie zwei leuchtende Monde. Für einen Augenblick vergaß ich sogar den Schmerz. Mein Herz schlug schneller, doch diesmal nicht aus Angst. Der Panther stellte sich zwischen mich und die Männer, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt. Sein Knurren ließ selbst die Luft schwer werden. Ich sah von ihm zu der Stelle, an der die Katze eben noch gesessen hatte, und langsam begann sich etwas in meinem Kopf zusammenzufügen. Das war kein Zufall gewesen. Die Katze... der Panther... Es war dieselbe Präsenz. Dieselbe beruhigende Aura, die ich in all den Nächten gespürt hatte. Ein leises Lächeln legte sich auf meine Lippen, obwohl ich noch immer am Boden lag. Also warst du das die ganze Zeit..., flüsterte ich mehr zu mir selbst als zu ihm. Zum ersten Mal seit langer Zeit fühlte ich mich nicht allein. Als das tiefe Knurren über den Hafen hallte, erstarrten die Männer augenblicklich. Eben noch hatten sie gelacht und sich überlegen gefühlt, doch nun wich ihnen jede Farbe aus dem Gesicht. Der Größte von ihnen machte unwillkürlich einen Schritt zurück und starrte mit weit aufgerissenen Augen auf den riesigen schwarzen Panther, der lautlos aus den Schatten trat. Was... was zum Teufel ist das?!, brachte einer von ihnen mit zitternder Stimme hervor. Ein anderer hob hektisch seine Waffe, doch seine Hände bebten so stark, dass er sie kaum festhalten konnte. Erschieß das Vieh!, schrie jemand panisch. Doch niemand drückte ab. Der Panther bewegte sich langsam auf sie zu, den Kopf gesenkt, die Augen fest auf sie gerichtet. Jeder seiner Schritte war ruhig und kontrolliert, als wüsste er längst, dass keiner von ihnen den Mut besaß, sich ihm entgegenzustellen. Das tiefe Grollen aus seiner Kehle ließ den Boden beinahe vibrieren. Einer der Männer stolperte rückwärts über eine lose Kiste und landete unsanft auf dem Rücken. Ein anderer ließ vor Schreck sein Messer fallen, das klirrend über den Asphalt rutschte. Das... das ist kein normales Tier..., flüsterte einer mit brüchiger Stimme. Die Angst griff nun endgültig nach ihnen. Einer nach dem anderen wich zurück, ohne den Panther auch nur für einen Moment aus den Augen zu lassen. Als der Größte schließlich glaubte, seine Fassung wiederzufinden und einen zögerlichen Schritt nach vorne machte hob er seine Waffe und schoss einfach.
