Hallo, Gast! Registrieren
Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Zwischen Nebelpfaden und Mondgärten
07-11-2026, 05:19 PM
Szeneninformationen
Charaktere: Kiren Yurei & Lunaria Selene & Caelis & Seraphine & Astraeon & Lumenaria & Kairas Echoveil & Elira Yena Amezaw & Aureon Draconis & Elysara Veyrathis
Szeneneinstellung: private Szene & feste Postreihenfolge
Datum: 24.07.2026
Triggerwarnung: FSK 25
Ort: Unterirdisches Gefängnis
Ich konnte meinen Blick kaum von meinem Bruder lösen. So viele Jahrtausende hatte ich geglaubt, ihn niemals wiederzusehen, und nun stand er wirklich vor mir. Seine Nähe fühlte sich genauso an, wie ich sie aus meiner frühesten Erinnerung kannte. Ich lächelte ihn an dann meine Mutter ja so sah ich sie beinah irgendwie. Ich nickte beiden zu und wischte mir sogar eine träne aus dem gesicht, ich hatte solange niemanden mehr umarmen können dieses gefühl der wärme war so schön. Ich hab dich vermisst....soviele jahre  ließ ich durch die Berührung meinen Bruderund Vater wissen, viel zu lange hatte ich gehofft wieder nach hause kommen zu können. Ich löste mich nur langsam von meinem Bruder, als ich meinen Namen hörte. Vorsichtig drehte ich den Kopf und mein Blick fiel auf Caelis. Einen Moment blieb ich einfach stehen und sah ihn an. Ich erkannte ihn sofort. Nicht, weil wir uns jemals begegnet waren, sondern weil ich seine Melodie all die Jahre gekannt hatte. Selbst durch die dicken Mauern des Gefängnisses hatte sie mich manchmal erreicht. Warm. Sanft. Voller Hoffnung. Als er näher kam, schlug mein Herz schneller. Ich wollte ihm antworten. Ich wollte seinen Namen sagen. Doch im selben Augenblick zog sich etwas in mir zusammen. Fast automatisch hob ich eine Hand an meinen Hals. Meine Finger glitten über die Haut, an der die Bannrunen so lange gebrannt hatten. Ich öffnete vorsichtig den Mund... doch kein Laut kam über meine Lippen. Sofort senkte ich den Blick wieder. Die Angst packte mich augenblicklich. Was, wenn die Stimme noch immer nicht zurückgekehrt war? Was, wenn ich nie wieder sprechen konnte? Meine Hände begannen leicht zu zittern und ich presste die Lippen fest aufeinander. Stattdessen schenkte ich ihm ein vorsichtiges Lächeln. Langsam hob ich meine Hand und legte sie behutsam an seine Wange. Mein Sternenlicht floss ganz sanft durch meine Fingerspitzen und ließ ihn spüren, was ich mit Worten nicht sagen konnte. Dankbarkeit. Freude. Hoffnung. Ich nickte ihm leicht zu und deutete dann mit der freien Hand auf mein Herz, ehe ich sie langsam zu ihm ausstreckte. Es war die einzige Sprache, die mir geblieben war. Ich wollte ihm zeigen, dass ich verstanden hatte, was er für Lunaria getan hatte. Dass ich seine Güte gespürt hatte. Dass ich froh war, ihn endlich kennenzulernen. Als ich bemerkte, wie meine Finger noch immer leicht zitterten, schloss ich sie vorsichtig um seine Hand. Dort fühlte ich mich sicherer. Einen kurzen Moment schloss ich die Augen und atmete tief durch. Vielleicht war meine Stimme wirklich zurück. Vielleicht auch nicht. Aber ich brachte es nicht über mich, es noch einmal zu versuchen. Zu oft hatte ich den Mund geöffnet und nur schmerzende Stille geerntet. Diese Angst saß tiefer als jede Narbe. Also blieb ich still und sah ihn nur mit einem sanften, warmen Lächeln an.Ich wusste selbst noch nicht was nun passierte, ich war so lange hier gewesen ich kannte nichts anderes mehr nichtmal was man zuhause nennen konnte.
Zitieren


Nachrichten in diesem Thema
RE: Zwischen Nebelpfaden und Mondgärten - von Seraphine - 07-11-2026, 05:19 PM

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste