Szeneninformationen
Charaktere: Kairas Echoveil &
Elira Yena Amezaw &
Aureon Draconis &
Elysara Veyrathis
Szeneneinstellung: private Szene & feste Postreihenfolge
Datum: 24.07.2026
Triggerwarnung: FSK 25
Ort: Klang Anwesen
Ich hatte Kairas schon eine ganze Weile gesucht. Nicht, weil ich glaubte, dass ihm etwas zugestoßen war, sondern weil ich ihn kaum noch spüren konnte. Seit wir den Feuerfuchs gerettet und die drachen Aureon erweckt hatten, klang die Welt anders. Die vertrauten Melodien, die mich mein ganzes Leben begleitet hatten, waren leiser geworden, als würden sie den Atem anhalten. Selbst der Wind trug keine Ruhe mehr in sich. Als ich die Bibliothek betrat, entdeckte ich ihn zwischen den hohen Regalen. Über ein uraltes Buch gebeugt wirkte er vollkommen in seinen Gedanken verloren. Lautlos trat ich näher und ließ meinen Blick über die vergilbten Seiten gleiten. Vorsichtig legte ich meine Hand auf seinen Rücken und ließ meine eigene ruhige Klangfrequenz durch die Berührung fließen damit er wusste, dass ich da war.
Ich habe gehofft, dass ich mich täusche, sagte ich leise und sah weiter auf die Seiten. S
eit Tagen fühlt sich jede Melodie unvollständig an. Langsam las ich weiter und spürte, wie sich ein unangenehmes Ziehen in meiner Brust ausbreitete.
Er jagt nicht einfach mächtige Wesen. Er jagt die Letzten. Jedes Mal verschwindet mit ihnen ein Stück der Welt, eine Erinnerung, ein Lied, das nie wieder erklingen wird. Ich hob den Blick zu Kairas und verschränkte meine Finger mit seinen.
Vielleicht ist das der Grund, warum selbst die Klänge schweigen. Sie haben es längst gespürt, bevor wir es verstanden haben. Ich atmete langsam aus und sah noch einmal auf das uralte Buch. Irgendetwas daran fühlte sich falsch an. Nicht wie eine Legende, sondern wie eine Warnung, die viel zu lange darauf gewartet hatte, gelesen zu werden.
Wenn dieses Buch recht hat, dann war nichts von alledem ein Zufall. Weder der Feuerfuchs noch Aureon oder die Angriffe .Meine Stimme blieb ruhig, doch die Sorge ließ sich nicht ganz verbergen.
Und wenn wir wirklich zu den Letzten unseres Volkes gehören, dann wird dieser Sammler früher oder später auch nach uns suchen. Sanft strich ich mit dem Daumen über seinen Handrücken und schenkte ihm ein kleines, warmes Lächeln.
An was denkst du?"