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Zwischen Nebelpfaden und Mondgärten
07-10-2026, 10:00 AM (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 07-11-2026, 04:22 PM von Kiren Yurei.)
Szeneninformationen
Charaktere: Kiren Yurei & Lunaria Selene & Caelis & Seraphine & Astraeon & Lumenaria & Kairas Echoveil & Elira Yena Amezaw & Aureon Draconis & Elysara Veyrathis
Szeneneinstellung: private Szene & feste Postreihenfolge
Datum: 24.07.2026
Triggerwarnung: FSK 25
Ort: Unterirdisches Gefängnis
Ich wusste weder welches Jahrhundert wir hatten noch wie lange ich bereits hier war. Die Jadeketten und Runen schnitten in meine Haut. Sie zogen meine Kräfte aus mir heraus wie Blutegel... Ich spürte meine Arme nicht mehr doch ich hatte noch immer nicht meine Verbindung zu den verlorenen Pfaden verloren. Lediglich hatte ich meinen Bezug zu ihnen verloren, doch nie vergessen. Ich schaute nicht mehr auf als sich die schweren Türen aus schwarzem Jade öffneten und mit ein Schlag mit einem Runenstab traf.

Los! Wir müssen die sechs Drachen finden und deine Macht hilft uns dabei uns durch den Nebel zu bewegen. Streng dich mal an du nutzloser Gaul!! Sie beschimpften mich, sie beleidigten mich, sie schlugen mich und sie aktivierten die Runen auf dem Boden auf das sie mir noch mehr meiner Nebelenergie entzogen. Ich keuchte und spürte wie die Ketten an mir zerrten, doch ich schwieg. Kein Laut entkam meinen Lippen. Als sie genug Essenz entzogen hatten gingen sie, ließen mich zurück und ich keuchte vor Schmerz. Dann fiel mein Blick auf die Mondblüte vor mir. Ich hielt sie stets in meinen Händen.

Mein einziger Lichtblick in diesem finsteren Gefängnis. Ich hatte sie nie gesehen, hatte sie nie berührt, nur ihre Stimme war es die ich kannte, die ich liebte. Doch ich wusste das sie wunderschön war. "Meine Mondblüte... bist du da?" ich wollte ihre Stimme hören,... wollte wissen das es ihr noch gut ging, das sie noch nicht gebrochen war.

Die alten Pfade hatten leise zu mir gesprochen, der Urdrache war erwacht, jetzt jagten sie die sechs Siegeldrachen um ihn zu bekommen. Vielleicht war das unser Ticket in die Freiheit,... vielleicht auch unser Todesurteil. Wer wusste das schon... "Wie gern würde ich dich nur einmal berühren meine Schöne..." hauchte ich leicht keuchend, da auch meine Kräfte langsam schwanden.
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07-10-2026, 11:29 AM
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Charaktere: Kiren Yurei & Lunaria Selene & Caelis & Seraphine & Astraeon & Lumenaria & Kairas Echoveil & Elira Yena Amezaw & Aureon Draconis & Elysara Veyrathis
Szeneneinstellung: private Szene & feste Postreihenfolge
Datum: 24.07.2026
Triggerwarnung: FSK 25
Ort: Unterirdisches Gefängnis
Ich hatte längst aufgehört, die Zeit zu zählen. Ob Tage, Jahre oder ganze Jahrhunderte vergangen waren, wusste ich nicht mehr. Hier unten gab es kein Mondlicht, keine Sterne und keinen Himmel, nur kalten schwarzen Jade, Siegel und Ketten, die unaufhörlich an meiner Magie zerrten. Jeder Atemzug fiel schwerer als der vorherige und selbst das Leuchten meiner Mondblüten war nur noch ein schwaches Flackern. Als ich seine Stimme hörte, bebte die kleine Mondblüte in seinen Händen sanft. Ihre silbernen Blütenblätter flackerten schwach auf, als würde sie all ihre letzte Kraft zusammennehmen, um meine Worte bis zu ihm zu tragen. Ein müdes Lächeln legte sich auf meine Lippen und ich schloss für einen Moment die Augen. Ich bin hier..., hauchte ich leise, meine Stimme kaum mehr als ein zarter Windhauch. Ich höre dich immer... selbst wenn sie glauben, sie könnten unsere Verbindung brechen. Für einen kurzen Moment verstummte ich, weil selbst das Sprechen Kraft kostete, die ich kaum noch besaß. Ich spürte, wie die Mondblüte in seiner Hand erneut flackerte, als wäre sie mein letzter Herzschlag. Es tut mir leid... dass du mich so hören musst. Meine Finger strichen kraftlos über den kalten Boden meiner Zelle, obwohl ich wusste, dass er diese Berührung niemals spüren konnte. Mein Licht schwindet. Ohne den Mond... ohne sein silbernes Licht... kann ich meine Kraft nicht erneuern. Die Blüten verwelken langsam und mit ihnen auch ich. Ich atmete zittrig ein und sammelte die letzten Reste meiner Stärke. Aber solange auch nur eine einzige Mondblüte blüht... werde ich nicht aufgeben. Nicht dich... nicht unsere Hoffnung. Meine Stimme wurde immer leiser, während das silberne Leuchten der Blüte in seiner Hand fast vollständig erlosch. Nur ein winziger Schimmer blieb zurück, kaum heller als ein Stern am Ende der Nacht. Ich wünschte... ich könnte dein Gesicht sehen... nur ein einziges Mal... hauchte ich erschöpft, ehe die Verbindung schwächer wurde und die Mondblüte nur noch sanft in seiner Hand glomm. Ich sank erschöpft gegen die kalte Wand meiner Zelle. Die Verbindung zur Mondblüte war beinahe vollständig verstummt und selbst ihr silbernes Leuchten war nur noch ein schwacher Schimmer. Ich schloss die Augen und versuchte, die letzten Reste meiner Kraft zu sammeln, doch ohne das Licht des Mondes blieb nichts, woran ich mich festhalten konnte, bis zu den Moment als die tür sich öffnete. "Gib uns mehr von deiner Energie ohne sie nützt uns dieses dumme pferd nichts" .   Eine kalte Hand packte mein Kinn und zwang meinen Kopf nach oben. Ich verzog keine Miene, obwohl meine Muskeln schmerzten. "Sie kann ihre Magie nicht mehr benutzen. Sie ist endlich am Ende"   Gelächter erfüllte die Kammer aber ich shcmunzelte nur. Ihr seit dumm....was glaubt ihr wird er mit euch machen....wenn ich sterbe?  ich wusste das er ein sammler war furchtbar aber er würde sicher nicht zulassen das seine Stücke starben oder nutzlos wurden, irgendwann brauchte ich den mond den sonst wäre ich nur noch ein hauch und nutzlos. "sie hat recht, wir sind für sie zuständig...."  Ich konnte meine Augen kaum noch offen halten, als die Tür wieder zuschwang und man nur hörte das sie eine lösung finden mussten, meine zelle ebsaß kein fenster, keine sterne kein mond nichts kam zu mir durch schon viel zu lange nicht nun musste was getan werden. Wie gehts dir.... flüsterte ich in richtung Kiren
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07-10-2026, 12:01 PM
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Charaktere: Kiren Yurei & Lunaria Selene & Caelis & Seraphine & Astraeon & Lumenaria & Kairas Echoveil & Elira Yena Amezaw & Aureon Draconis & Elysara Veyrathis
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Datum: 24.07.2026
Triggerwarnung: FSK 25
Ort: Unterirdisches Gefängnis
Ich spürte wie ihre Kraft schwächer wurde, ich sah die Blätter der Blume verblassen. Automatisch zog ich an an den Ketten, sie durften sie nicht sterben lassen. Wenn sie brach,... würde auch der Nebel meiner Pfade verschwinden. "Gib nicht auf..." hauchte ich und dann kamen sie zu ihr, zogen mehr an ihrer Magie.

Doch sie hatte recht, er würde ihnen schlimmeres antun wenn sie starb. Fieberhaft suchten sie nach einer Lösung. Ich konnte seinen Unmut bis hier unten spüren, sein Zorn war unbändig. Ich hatte gekämpft, hatte versucht Stärke zu bewahren, für die Pfade der Ewigkeit. Als ich ihre Stimme hörte schloss ich die Augen. "Der Urdrache ist frei,... die Hexe bereits befreit. Vielleicht gibt es noch Hoffnung." ich nahm meine Kräfte zusammen und schickte einen Hauch aus Nebel, unscheinbar und kaum spürbar für jegliche Wesen.

Doch er fand seinen Weg über die alten Pfade der Jahrhunderte. Ich schickte ihn zu den einzigen die uns finden konnten, die einzigen die helfen konnten. Der Nebel fand seinen eigenen Weg, wusste wer ihn hören musste. Los,... nimm deine wahre Gestalt an. Deine Kraft muss die nutzlose Mondtussi stärken bis wir wissen was wir tun. die Ketten zerrten an mir, zwangen mich den Nebel um mich herum und mich in meine wahre Gestalt.

Ich scharte schnaubend mit den Hufen und stieß einem von ihnen mein Horn in die Brust. Mistvieh!!! fluchten die anderen und die Bannketten glühten, entzogen mir Energie um ihre zu stärken... erneut schnaubte ich. Doch spürte wie meine Kräfte langsam nachließen... Das silber meiner Mähne verblasste stetig...
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07-10-2026, 12:34 PM
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Datum: 24.07.2026
Triggerwarnung: FSK 25
Ort: Unterirdisches Gefängnis
Ich zuckte zusammen, als ich plötzlich seine Stimme wieder hörte. So schwach sie auch war, sie erreichte mich wie ein silberner Lichtstrahl in dieser endlosen Dunkelheit. Ich presste meine Hände gegen die kalte Jadewand, als könnte ich sie durchbrechen und zu ihm gelangen. Ein erschöpftes Lächeln legte sich auf meine Lippen, obwohl mein Körper kaum noch die Kraft besaß, sich aufrecht zu halten. Du lebst....Bitte... tu nichts Unüberlegtes. Doch dann spürte ich es. Die Magie der alten Pfade bewegte sich. Ein kaum wahrnehmbarer Nebelschleier glitt durch die uralten Siegel, so fein, dass selbst die Runen ihn nicht vollständig aufhalten konnten. Ich erkannte sofort, was er tat, und Tränen stiegen mir in die Augen. Er rief nach Hilfe. Er gab nicht auf.
Im nächsten Moment bebte die gesamte Anlage. Selbst bis in meine Kammer drang das metallische Klirren der Bannketten und das wütende Geschrei der Wächter. Ich spürte seine Magie aufflammen, kraftvoll und uralt, ehe sie von den Siegeln brutal niedergerungen wurde. Meine Finger krallten sich in den Stein. Nein..., flüsterte ich verzweifelt. Die Verbindung zwischen unseren Kräften ließ mich alles fühlen. Ich sah ihn nicht mit meinen Augen, doch ich spürte seine wahre Gestalt, majestätisch und voller uralter Macht. Ich fühlte den Stolz, der trotz allem noch in ihm lebte, hörte das donnernde Schnauben und den Aufprall seines Horns. Für einen einzigen Herzschlag erfüllte mich Hoffnung.Dann schlugen die Bannrunen zurück. Es war, als würde man mir selbst das Herz herausreißen. Die uralten Ketten sogen seine Essenz gierig in sich auf und ich spürte, wie seine Kraft immer schneller schwand. Das silberne Leuchten seiner Seele wurde schwächer, als würde jemand einen Stern nach dem anderen am Nachthimmel auslöschen. Hör auf..., brachte ich mit letzter Kraft. Meine eigene Magie antwortete instinktiv auf seinen Schmerz. Die wenigen Mondblüten, die noch zwischen den Rissen des Bodens überlebt hatten, begannen schwach zu leuchten. Silberne Blütenblätter lösten sich von ihnen und trieben lautlos durch meine Zelle. Es war kaum mehr als ein Hauch von Mondmagie, viel zu wenig, um wirklich zu heilen, doch ich schickte jedes einzelne Fünkchen Licht durch unsere Verbindung zu ihm, er wurde gezwungen kraft mir zu geben aber ich wollte nicht das er leidete, irgedwann mussten sie handeln oder bescheid geben andere möglichkeiten gab es nicht außer sie wollten qualvoll sterben weil sie zwei seiner trophäen getötet hatten.
Die Blütenblätter verglommen fast augenblicklich. Ohne Mondlicht war meine Magie nur noch ein Schatten ihrer selbst, doch ich hoffte, dass wenigstens ein winziger Teil von ihr ihn erreichen würde. Ich lehnte meine Stirn gegen den kalten Stein und schloss die Augen. Du hast Hoffnung zu den alten Pfaden geschickt... dann werde ich an diese Hoffnung glauben. Ganz gleich, wie dunkel diese Nacht noch wird. flüsterte ich leise, ich war einfach nur unendlich müde, nach all der zeit brauchten wir beide wieder energie irgendwann war jeder leer und bei uns beiden war es bereits der Fall.Hör auf mir kraft zu geben...wandel dich zurück...
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07-10-2026, 01:08 PM (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 07-10-2026, 01:09 PM von Kiren Yurei.)
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Datum: 24.07.2026
Triggerwarnung: FSK 25
Ort: Unterirdisches Gefängnis
Immer mehr schwand meine Verbindung zu den Pfaden, die Ketten um meinen Hals schnürten sich fest und als ich glaube es wäre endgültig zu Ende hörte ich diese Stimme. STOP! Was glaubt ihr tut ihr da? Wenn der Gaul verreckt sind die Tore offen für jahrhunderte alte Kreaturen! es war eine Stimme. Unbändig, kalt und böse... und ich spürte die Kraft die stets um ihn war. Die Schlange... die Mörderin der Jahrhunderte.

Keuchend und beinahe am Ende meiner Kräfte sackte ich zusammen, ich nahm meine menschliche Form wieder an, einfach weil ich die wahre Gestalt nicht aufrecht halten konnte. Sie braucht Mondlicht, glaub ich... sonst stirbt sie... meinte einer von ihnen und deutete auf Lunaria. ER ging zu ihr und hob ihr Kinn. Er sah in ihre Augen und grinste,... Das kann ich natürlich auf keinen Fall zulassen, nicht wahr meine kostbare Mondblüte. er schickte eine schwarze Schlange an den Jadewänden nach oben zum Turm des Gefängnis und es öffnete sich ein Spalt der das Mondlicht zu ihr durchdringen ließ.

Nicht genug um sie stark genug zu machen doch genug um sie am Leben zu halten. Ich war erleichtert,... dann ging er lautlos. Brecht das Band der beiden, sie sind zu lange miteinander verbunden. Zur Not,... nehmt dem Gaul den Willen und der Blume die Stimme.

Doch lasst sie beide am Leben...
hörte ich ihn sagen und sah ihm nach als er mit der schwarzen Schlangenfrau an seiner Seite ging. Das nächste was spürte waren Kettenpeitschen die auf mich niederrasten.

Ich keuchte auf, jeder Schlag schlug neue Wunden, öffnete alte und der Schmerz durchzuckte mich wie ein Donnerschlag. "Gib ihnen nicht deine Stimme... du... du darfst nicht... aufgeben... bitte..." wand ich mich an sie und brach unter den Schlägen der Runenketten zusammen.
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07-10-2026, 01:57 PM
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Datum: 24.07.2026
Triggerwarnung: FSK 25
Ort: Unterirdisches Gefängnis
Ich hatte kaum noch die Kraft, meinen Kopf zu heben, als plötzlich eine fremde Präsenz die Luft erfüllte. Sie war kalt, uralt und so schwer, dass selbst die Bannrunen für einen Augenblick zu erzittern schienen. Langsam hob ich den Blick und sah den Mann vor mir stehen. In seinen Augen lag nichts als Berechnung. Kein Mitgefühl, keine Wut, nicht einmal Freude. Er betrachtete mich wie einen wertvollen Gegenstand, den man nicht verlieren durfte. Als seine Finger mein Kinn anhoben, zwang ich mich, seinem Blick standzuhalten. Ich würde ihm nicht die Genugtuung schenken, Angst in meinen Augen zu sehen. Seine Worte ließen mein Herz schwer werden. Ich war für ihn kein Lebewesen. Nur ein Schlüssel. Eine Macht, die man erhalten musste, solange sie von Nutzen war. Dann geschah etwas, womit ich längst nicht mehr gerechnet hatte. Über mir glitten die schwarzen Schlangen den Jadeturm hinauf. Mit einem dumpfen Grollen öffnete sich ein schmaler Spalt und zum ersten Mal seit einer Ewigkeit fiel silbernes Mondlicht in meine Zelle. Ich schloss unwillkürlich die Augen. Der erste Strahl berührte meine Haut wie eine längst vergessene Umarmung. Er war schwach, viel zu schwach, um meine Kräfte vollständig zurückzubringen, doch er ließ die Kälte in meinem Körper langsam nach. Die silbernen Ranken, die sich wie feine Muster über meine Arme zogen, begannen wieder matt zu leuchten. Zwischen den Rissen des Bodens öffneten sich einige winzige Mondblüten und entfalteten zaghaft ihre Blätter, als hätten auch sie den Mond vermisst. Ich atmete tief ein. Zum ersten Mal seit unzähligen Jahren roch ich wieder den vertrauten Duft meiner Blüten. Eine einzelne Träne lief lautlos über meine Wange weil ich wusste, dass selbst dieses Licht nur dazu diente, mich länger leiden zu lassen. Kaum war der Mann verschwunden, wurde die Stille von einem Geräusch zerrissen, das mir das Blut in den Adern gefrieren ließ. Das Knallen der Runenpeitschen hallte durch die Gänge des Gefängnisses. Jeder einzelne Schlag ließ unsere Verbindung erzittern. Ich musste ihn nicht sehen, um zu wissen, was sie ihm antaten. Ich fühlte jeden Schmerz wie ein fernes Echo in meiner eigenen Seele. Meine Hände pressten sich gegen die Jadewand, als könnte ich sie mit bloßer Verzweiflung durchbrechen. Nein..., flüsterte ich mit brüchiger Stimme.Dann hörte ich seine Worte.
Er bat mich, meine Stimme nicht aufzugeben. Ich schloss die Augen und legte meine Stirn gegen den kalten Stein. Für einen kurzen Moment sammelte ich die winzigen Reste der Kraft, die das Mondlicht mir zurückgegeben hatte. Das silberne Leuchten der kleinen Mondblüten wurde etwas heller und ihre Blütenblätter lösten sich lautlos. Sie glitten durch die Luft, fanden ihren Weg in die uralte Verbindung zwischen uns und trugen meine Antwort.
Ich werde niemals schweigen, hauchte ich leise. Nicht solange mein Herz schlägt. Sie können meine Magie nehmen, sie können meine Freiheit rauben und meinen Körper brechen... aber meine Stimme gehört ihnen nicht.Ich atmete zitternd aus und spürte bereits, wie das wenige Mondlicht kaum ausreichte, um die aufkeimende Kraft zu erhalten. Dennoch hielt ich an diesem kleinen Funken fest.  Und du... gib deinen Willen nicht auf. Hörst du mich? Sie glauben, sie könnten uns voneinander trennen. Doch keine Kette dieser Welt reicht bis in die Erinnerungen. Dort werden sie uns niemals erreichen. Die Mondblüten um mich herum leuchteten für einen einzigen Augenblick etwas heller, bevor sie wieder in ihr sanftes silbernes Glimmen zurückfielen als auch bei mir die zelle erneut aufging. Die Männer kamen langsam auf mich zu. Diesmal lachten sie nicht. Ihre Gesichter waren ernst, fast erwartungsvoll. Einer von ihnen trug eine schwere silberne Schale, gefüllt mit schwarzer Tinte, die sich bewegte, als würde etwas Lebendiges darin atmen. Ein anderer hielt eine lange Nadel aus schwarzem Jade in den Händen, überzogen von glühenden Bannrunen.
Der Wille gehört dem Nebelwanderer“, murmelte einer. "Aber ihre Stimme... ihre Stimme gehört den Erinnerungen. Nehmt sie ihr, dann verstummt auch die Hoffnung.“ Sie rissen meine Arme auseinander und pressten mich gegen den kalten Stein. Die Ketten um meine Handgelenke spannten sich so fest, dass ich kaum noch Luft bekam. Ich versuchte mich zu wehren, doch meine Kräfte reichten längst nicht mehr aus. Die Nadel setzte an meiner Kehle an. Im selben Augenblick begannen die Runen auf ihr zu glühen. Ich biss die Zähne zusammen. Als die Spitze meine Haut durchdrang, fuhr ein brennender Schmerz durch meinen gesamten Körper. Es fühlte sich nicht an, als würden sie Fleisch verletzen. Sie griffen nach etwas viel Tieferem. Nach meiner Stimme selbst. Ich schrie. Doch mit jedem Laut, der meine Lippen verließ, lösten sich silberne Lichtfäden aus meinem Mund. Sie wurden von den Runen aufgesogen und in die schwarze Tinte gezogen. Die Schrift begann sich wie lebende Schlangen über meine Kehle auszubreiten. Jede Rune brannte sich tiefer in meine Haut und versiegelte einen weiteren Teil meiner Stimme.Meine Schreie wurden leiser, dann zu einem Flüstern. Schließlich öffnete ich nur noch den Mund. Kein Laut erklang mehr. Die Männer traten einen Schritt zurück und betrachteten zufrieden das silbern-schwarze Runensiegel, das sich wie ein Kranz aus Dornen um meinen Hals gelegt hatte. "Jetzt kann sie noch denken, aber niemals wieder sprechen.“
Ein anderer Wächter trat nach vorne und hielt eine kleine Schale aus schwarzem Jade unter mein Kinn. Darin schimmerte flüssiges Silber. "Nehmt ihr den Namen.“ Ich riss erschrocken die Augen auf. Sie begannen in einer uralten Sprache zu sprechen, deren Worte selbst die Mondblüten welken ließen. Mit jedem Satz spürte ich, wie etwas aus meinem Innersten gerissen wurde. Erinnerungen an meine Heimat. An den Mondgarten. An das erste Erblühen der Mondblüten.
Dann traf es den Kern meines Wesens. Lunaria, mein Name. Er löste sich aus meiner Seele wie silberner Nebel. Ich konnte ihn sehen. Konnte fühlen, wie er meinen Körper verließ und sich über der Schale sammelte. Die silbernen Buchstaben schimmerten einen Augenblick in der Luft, bevor sie in das flüssige Metall gezogen wurden.
In diesem Moment veränderte sich etwas.Ich wusste noch, wer ich war. Ich erinnerte mich an alles. Aber ich konnte meinen eigenen Namen nicht mehr denken. Jedes Mal, wenn ich versuchte, ihn zu greifen, blieb nur gähnende Leere zurück.
Der typ verschloss die Schale mit einem Deckel aus schwarzem Jade und verschwand lachend, ich selbst rutschte an der Wand hinunter, selbst das weinen hörte man nicht mehr außer ein leichtes wimmern.
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07-10-2026, 02:26 PM (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 07-10-2026, 02:26 PM von Kiren Yurei.)
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Szeneneinstellung: private Szene & feste Postreihenfolge
Datum: 24.07.2026
Triggerwarnung: FSK 25
Ort: Unterirdisches Gefängnis
Ich hing in den Ketten als sie zu ihr kamen... ich konnte spüren wie ihr die Stimme nahmen. "NEIN!!!" zum ersten Mal schrie ich seit Jahrhunderten, ich riss an den Ketten doch es half nichts. Die Mondblüte verblasste, ich spürte wie unsere Bindung bröckelte. Ich zitterte und spürte wie der Nebelpfad in mir leerer wurde. "Nicht ihre Stimme..." doch dann veränderte sich etwas. Tief unter uns, eine kleine Stimme, vorher nie gehört und jetzt lauter als jemals zuvor. Sie schien etwas zu rufen,... die Stimmresonanz des Klangs drang durch alle Ketten und alle Mauern zu denen die es hören sollten.

Mutter...

Vater...

Wenn ihr mich noch sucht...

Dann folgt meinem Lied.

Folgt meinem Echo.

Folgt meiner Stimme.

Denn selbst nach all den Jahren

bin ich noch immer

euer Kind.


Ich schaute zu Lunaria... "Lunaria,... ich werde deinen Namen niemals vergessen. Meine geliebte Mondblume." dann ertönte die Stimme des Kindes erneut. Was soll das?! Was hat das verdammte Balg vor. Der soll die Fresse halten! hörte ich den einen fluchen. Doch dann drang die Stimme des Kindes zu Lunaria...

Höre mich.

Nimm meinen Klang.

Nimm meine Stimme.

Wenn deine verloren ging,

dann soll meine die deine werden.


Die Stimme eines Kindes, ich sah auf als ich spürte wie ein Klang die Bannreise an ihrer Kehle sprengte und die Stimme des Kindes ihre wurde, ihre Erinnerungen kehrten zurück und ich spürte wie es, dieses Kind war lange schon hier. Er hatte immer geschwiegen, jetzt gab er seine Stimme ihr, ein Band aus Klanglinien legte sich um Lunarias Kehle sanft wie ein Seidenband, es schützte ihre Stimme, schützte sie davor ihre Stimme jemals wieder zu verlieren. Dann verstummte es... Ich konnte nichts sagen, denn die Schläge der Ketten wurden härter, stärker... silbernes Blut kroch aus den Wunden. Doch ich spürte nur Ruhe... ihre Stimme war nicht verloren...
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07-10-2026, 02:56 PM
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Datum: 24.07.2026
Triggerwarnung: FSK 25
Ort: Unterirdisches Gefängnis
Ich sank kraftlos gegen die kalte Jadewand, während die Stille nach dem Bann meiner Stimme schwer auf mir lastete. Meine Lippen bewegten sich, doch kein Laut entstand mehr. Es war, als hätte man mir nicht nur meine Stimme genommen, sondern einen Teil meiner Seele herausgerissen. Ich hörte ihn schreien. Zum ersten Mal seit all den Jahrhunderten hörte ich seine Verzweiflung ungefiltert durch unsere Verbindung. Sein Ruf traf mich tiefer als jede Rune und jede Kette es jemals vermocht hätte. Langsam hob ich den Blick zu der schwach glimmenden Mondblüte. Ihr Licht verblasste immer weiter und ich fürchtete, dass mit ihr auch unsere letzte Verbindung erlöschen würde.Dann geschah etwas. Eine Stimme, so zart und rein, dass selbst die uralten Bannrunen für einen Herzschlag innehielten, erfüllte die Dunkelheit. Sie kam nicht von ihm. Nicht von den Wächtern. Sie kam aus einer Tiefe, die selbst ich niemals wahrgenommen hatte. Ich schloss die Augen und lauschte. In jedem einzelnen Wort lag Sehnsucht. Hoffnung. Die verzweifelte Liebe eines Kindes, das seine Eltern noch immer suchte.Mir liefen Tränen über die Wangen. Ich kannte dieses Gefühl.
Jahrhunderte der Einsamkeit hatten uns alle zu Gefangenen gemacht, doch irgendwo unter all dem Schmerz hatte dieses Kind seine Hoffnung nie verloren. Als seine Stimme sich an mich wandte, spürte ich etwas Warmes, das die eisige Leere in meiner Kehle berührte. Im nächsten Augenblick bebte das Runensiegel um meinen Hals. Die schwarzen Zeichen begannen zu reißen. Erst feine Risse, dann ganze Bruchlinien durchzogen die uralten Bannrunen, bis sie mit einem hellen Klang zersprangen. Ich rang nach Luft, als hätte ich zum ersten Mal seit Jahrhunderten wieder atmen gelernt. Etwas Sanftes legte sich um meine Kehle. Ein Band aus schimmernden Klanglinien, weich wie Mondseide, das im silbernen Licht leuchtete und sich mit meiner Seele verband. Ich spürte, dass es mich schützte. Dass niemand meine Stimme jemals wieder würde entreißen können, solange dieses Band existierte.
Vorsichtig öffnete ich den Mund....Danke... Das erste Wort klang fremd und doch wunderschön. Nicht ganz meine alte Stimme und doch trug sie meine Gefühle in sich. In ihr lebte nun das Echo dieses Kindes weiter, als hätte es einen Teil seines Herzens mit meinem verbunden. Ich legte zitternd eine Hand auf das leuchtende Band an meiner Kehle und senkte den Kopf.   Doch kaum verklangen seine Worte, traf mich der Schmerz unserer Verbindung erneut. Ich spürte jeden Schlag, der auf ihn niederging. Jede Peitsche, jede Rune, jede Wunde ließ mein Herz erbeben. Ich presste beide Hände gegen die Jadewand und schloss die Augen. Bitte halte durch..., flüsterte ich mit bebender Stimme. Langsam legte ich beide Hände über mein Herz und schloss die Augen. Das wenige Mondlicht, das durch den schmalen Spalt in meine Zelle fiel, sammelte sich zwischen meinen Fingern. Es war kaum mehr als ein silberner Funke. Ich spürte, wie etwas in meinem Innersten darauf antwortete. Meine eigene Seele.
Wenn ich dich nicht befreien kann..., hauchte ich mit zitternder Stimme, ...dann werde ich dich beschützen.
Ein stechender Schmerz durchfuhr meine Brust, als ich einen Teil meiner Seele von mir löste. Es fühlte sich an, als würde ich einen Teil meines Herzens herausreißen. Aus dem silbernen Licht wuchs langsam eine einzelne Mondblüte. Ihre Blütenblätter schimmerten wie flüssiges Mondlicht und in ihrer Mitte pulsierte mein eigener Herzschlag. Die Blüte verschwand nicht durch Stein oder Jade.
Sie glitt lautlos durch die uralten Bannmauern, denn sie bestand weder aus Magie noch aus Materie. Sie war eine Erinnerung. Eine Erinnerung an meine Seele. Kein Bann konnte Erinnerungen fesseln. Ich spürte, wie sie ihren Weg zu ihm fand.
Langsam legte sie sich auf seine Brust, glitt durch Haut, Fleisch und Knochen und verwurzelte sich tief in seinem Herzen. Für einen Augenblick schlugen unsere Herzen im selben Rhythmus. Ich rang nach Luft, als meine Beine unter mir nachgaben. Ein Teil meines eigenen Lebens hatte mich verlassen. Meine Haut verlor ihren silbernen Glanz, mein Atem wurde flacher und selbst das Mondlicht über mir wirkte dunkler als zuvor. Die Mondblüte hatte sich mit seiner Erinnerung verbunden. Solange sie in ihm blühte, würden die Bannketten ihm nicht mehr seine gesamte Kraft entreißen können. Seine Wunden würden sich langsam schließen, selbst wenn sie ihn immer wieder aufschnitten. Und ganz gleich, wie sehr sie versuchten, seinen Geist zu brechen sein Wille würde niemals vollständig erlöschen.Jetzt..., flüsterte ich erschöpft, während eine weitere Träne über meine Wange lief, ...werden sie dich nie ganz erreichen. Ich wusste, welchen Preis ich dafür zahlen würde. Mit jedem Herzschlag, den die Mondblüte in ihm beschützte, verlor ich selbst einen Teil meiner Lebenskraft. Doch solange sie in seinem Herzen blühte, würde ich diesen Preis immer wieder bezahlen. Denn lieber verblasste mein eigenes Licht, als ihn in dieser Dunkelheit allein zurückzulassen.
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07-10-2026, 05:45 PM
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Charaktere: Kiren Yurei & Lunaria Selene & Caelis & Seraphine & Astraeon & Lumenaria & Kairas Echoveil & Elira Yena Amezaw & Aureon Draconis & Elysara Veyrathis
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Datum: 24.07.2026
Triggerwarnung: FSK 25
Ort: Unterirdisches Gefängnis
Als sie fester schlugen, stärker zogen und härter trafen, spürte ich wie mein Wille bröckelte. Immer mehr Wunden rissen auf, immer mehr kamen dazu. Sie nutzten Dornenpeitschen, Ketten die mit Runen versehen waren und sich mein Fleisch brannten. Doch dann war da diese Blume. Ich starrte auf die Wand aus schwarzem Jade die uns trennte. "Nein,... bitte tu das nicht, spar deine Kraft..." doch sie tat es dennoch. Ich wusste was dieser Schutz bedeutete und dann zerriss ein reizender Schmerz meine Gedanken.

Die Kerle stachen mich mit dem Gift der Blutschlange, ein weiteres Wesen in diesem Verließ, ihr Gift konnte Götter töten und ich spürte wie es sich durch meinen Körper fraß, wie es sich von meiner Kraft ernährte, mein silbernes Blut vergiftete. Immer wieder stachen sie danach mit spitzen Speeren auf mich ein. Ich sank kraftlos zu Boden, ich war so leid zu kämpfen... ich war es so leid diesen Schmerz zu ertragen... Die Ketten hielten mich aufrecht und ich ließ meinen Körper sinken.

Stück für Stück fraß das Gift an meiner Substanz. Währenddessen hörte ich von unten Peitschenhiebe, sie schlugen das Kind das seine Stimme gegeben hatte für sein Opfer. Meine Adern begannen zu brennen, ein unerträglicher Schmerz kroch unter meiner Haut entlang. Erst als ich kurz davor war zu sterben gaben sie mir das Gegengift, die Träne eines Sternenkindes.

Ich spürte die Bindung zu den alten Nebelpfaden schwinden... Der machts nicht mehr lange, das wird dem Boss nicht gefallen aber kann man nichts machen. noch einmal traten sie mich und ließen mich in den Ketten hängen. Silbernes Blut tropfte aus den offenen Wunden auf den kalten Steinboden und verdampfte sobald es die Bannsiegel auf dem Boden berührte. Doch durch Lunarias Herz konnte ich nicht brechen... "Meine Liebe..." hauchte ich keuchend vor Schmerz.
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07-10-2026, 07:07 PM
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Datum: 24.07.2026
Triggerwarnung: FSK 25
Ort: Unterirdisches Gefängnis
Ich spürte den Augenblick, in dem das Gift seinen Körper erreichte. Es war, als würde die Mondblüte in seinem Herzen selbst zusammenzucken. Mein Atem stockte und ich griff mir unwillkürlich an die Brust. Jeder Herzschlag, den ich durch unsere Verbindung wahrnahm, wurde schwerer. Langsamer. Das silberne Licht der Blüte flackerte unter der Last des Giftes, doch sie gab nicht nach. Sie hielt sich mit aller Kraft an seinem Herzen fest und schloss immer wieder die Wunden, die sie ihm zufügten. Langsamer, als sie sie aufrissen, aber sie schloss sie. Immer wieder. Immer wieder.Bitte..., flüsterte ich mit bebender Stimme gegen die kalte Jadewand. Hör nicht auf zu atmen. Das Mondlicht über mir begann schwächer zu werden. Ich spürte, wie die Mondblüte in seinem Herzen an meiner eigenen Lebenskraft zehrte. Meine Finger wurden blass, beinahe durchsichtig, feine silberne Blütenblätter lösten sich von meinem Haar und vergingen lautlos, noch ehe sie den Boden berührten. Ich wusste, dass jede Wunde, die sie ihm schlugen, auch einen Teil meines eigenen Lebens verschlang. Trotzdem ließ ich die Blüte nicht los.
Dann hörte ich die Schläge. Jeder einzelne Peitschenhieb ließ mich zusammenfahren. Meine Hände zitterten und Tränen liefen über meine Wangen. Dieses kleine Wesen hatte mir seine Stimme geschenkt, ohne eine Gegenleistung zu verlangen. Nun bezahlte es den Preis dafür. Es tut mir leid..., hauchte ich leise. Es tut mir so unendlich leid... Ich schloss die Augen und streckte meine Hand aus. Zwischen meinen Fingern sammelte sich das wenige Mondlicht, das mir geblieben war. Es reichte nicht mehr aus, um Wunden zu heilen. Nicht einmal annähernd. Doch Erinnerungen... Erinnerungen konnte selbst dieses Gefängnis nicht einsperren.
Aus meiner Hand löste sich eine einzige silberne Blüte. Keine gewöhnliche Mondblüte. Sie trug die Erinnerung an einen warmen Frühlingsabend unter einem offenen Himmel. Das Gefühl von Wind auf der Haut. Den Duft blühender Kirschbäume. Das leise Rauschen eines Waldes im Mondlicht. Frieden. Die Blüte glitt lautlos durch die Mauern aus schwarzem Jade und durch die Bannrunen, denn sie bestand nicht aus Magie. Sie war eine Erinnerung. Sie legte sich auf seine Stirn. Nicht, um seine Wunden zu schließen. Nicht, um das Gift zu vertreiben. Sondern damit sein Geist diesen Ort für einen Augenblick verlassen konnte.
Damit der Schmerz ihn nicht völlig verschlang. Erinnere dich..., flüsterte ich, obwohl ich wusste, dass meine Worte ihn vielleicht niemals erreichen würden. Erinnere dich daran, wie Freiheit sich anfühlt. An den Wind der alten Pfade. An den Nebel, der dir gehorchte. An den Himmel über dir. Lass nicht zu, dass sie dir diese Erinnerungen nehmen. Solange du sie bewahrst... können sie dich niemals ganz besitzen. Meine Beine gaben unter mir nach und ich sank auf die Knie. Die Mondblüte in seinem Herzen leuchtete noch immer. Schwächer als zuvor, aber sie lebte.
Dann hörte ich seine Stimme. Meine Liebe... Ich schloss die Augen und lächelte unter Tränen. Dieses eine Flüstern genügte, um neue Kraft in meinem Herzen zu entfachen. Ich bin hier, antwortete ich leise und legte meine Hand auf mein Herz, als könnte ich ihn dadurch berühren. Und ich werde hier bleiben. Ganz gleich, wie oft sie dich brechen wollen. Ganz gleich, wie viel von meinem eigenen Licht ich dafür opfern muss. Solange mein Herz schlägt, wird auch die Mondblüte in dir weiter blühen. Langsam hob ich den Blick zum schmalen Spalt über mir, durch den das Mondlicht fiel. Es war kaum mehr als ein einzelner silberner Strahl. Doch für mich war er Hoffnung. Und Hoffnung, das hatte ich in all diesen Jahrhunderten gelernt, war stärker als jede Kette aus Jade und älter als jede Bannrune, die jemals in Stein gemeißelt worden war.
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