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Zwischen Nebelpfaden und Mondgärten - Druckversion

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RE: Zwischen Nebelpfaden und Mondgärten - Elysara Veyrathis - 07-11-2026

Ich spürte den Moment, in dem die Ketten ihre Macht verloren. Die Magie, gegen die ich mich mit aller Kraft gestemmt hatte, brach in sich zusammen und die Runen, die eben noch wie lebendige Wesen gewirkt hatten, zerfielen zu grauem Staub. Mein Blick suchte sofort Kairas. Als er zu Boden stürzte, wollte ich schon zu ihm laufen, doch ich sah, wie seine Schattenklänge zu ihm zurückkehrten. Sie tobten noch immer unruhig um ihn, als würden sie selbst erst begreifen müssen, dass sie endlich wieder frei waren. Ich atmete erleichtert aus und ließ meine eigene Magie langsam verebben. Der ewige Winter zog sich zurück, die goldenen Wurzeln lösten sich auf und hinterließen nur noch feine Lichtpartikel in der Luft. Dann sah ich, wie Kairas zu Elira und Caelis ging. Einen Augenblick blieb ich einfach stehen und beobachtete die drei. Nach all den Schmerzen, den Jahren der Trennung und der Hoffnung, die sie nie aufgegeben hatten, standen sie endlich wieder zusammen. Es war ein Anblick, der selbst mein Herz schwer werden ließ. Unwillkürlich musste ich lächeln, obwohl mir Tränen über die Wangen liefen. Kein Wesen sollte jemals erleben müssen, was diese Familie durchgestanden hatte. Umso mehr hatten sie diesen Moment verdient. Ich trat langsam näher, ohne ihre Wiedervereinigung zu stören. Meine Augen ruhten kurz auf Caelis. Trotz allem, was man ihm genommen hatte, war in seinem Blick noch immer Wärme. Das allein sprach für die Liebe, mit der Elira und Kairas ihn einst erfüllt hatten. Niemand konnte so etwas vollständig zerstören. Erst dann hob ich den Blick zu der gewaltigen Gestalt, die sich über den Ruinen erhob. Selbst jetzt fiel es mir schwer, seine Präsenz in Worte zu fassen. Es fühlte sich an, als würde ich gleichzeitig in den Nachthimmel und in die Geburtsstunde der Sterne blicken. Meine Magie schwieg vollkommen. Nicht aus Furcht, sondern aus Ehrfurcht. Zum ersten Mal verstand ich wirklich, weshalb selbst die ältesten Legenden seinen Namen nur flüsternd erwähnten.
Ich neigte respektvoll den Kopf. Danke sagte ich leise. Es waren einfache Worte, doch mehr brauchte es nicht. Ohne sein Eingreifen wären wir alle heute gefallen. Als Astraeon sich schließlich dem Sternenkind zuwandte, blieb ich still. Ich hatte das Gefühl, Zeugin eines Moments zu sein, der weit älter war als unsere Welt. Für einen Augenblick rückten selbst unsere eigenen Sorgen in den Hintergrund. Ich trat wieder an Aureons Seite, suchte seine Hand und verschränkte meine Finger mit seinen. Erst jetzt ließ ich die Erschöpfung zu, die meinen Körper durchzog. Mein Blick glitt noch einmal zu Elira, Kairas und Caelis. Trotz der Ruinen, trotz der Verwüstung und trotz der Gewissheit, dass Nathair entkommen war, empfand ich etwas, das ich lange nicht mehr gespürt hatte. Hoffnung und Zukunft und das mit ihm zusammen.


RE: Zwischen Nebelpfaden und Mondgärten - Aureon Draconis - 07-11-2026

Ich spürte die Schwere noch immer auf mir. Als ich den Kristall hatte fallen lassen war er erschienen. Astraeon,... eine Präsenz jenseits von Raum und Zeit. Ich richtete mich langsam auf und sah zu wie die Mauern fielen. Selbst wenn Nathair weg war, fürs Erste hatten wir gewonnen. Mich umgesehen waren die meisten Wesen fort, nur das Sternenkind, der Kirin und die Mondblüte, sowie wir waren noch hier.

Ich schaute zu Astraeon der seine menschliche Form annahm und zu dem kleinen Sternenkind ging. Ich kannte ihn seit Anbeginn der Zeit, er war wohl das einzige Wesen in diesem Universum das mich töten konnte.

Durch die Bannketten wäre ich vermutlich zu Stein geworden, doch nicht vollständig gestorben. Ich nickte ihm dankbar zu... "Danke,... mein Bruder." denn genau das war er für mich.

Doch seine Präsenz drohte auch alles andere aufzuzehren, die Ruinen lösten sich mehr und mehr auf. Einfach alles verschwand und dann sah ich das Licht. Ein strahlendes Licht am Himmel. Sofort spürte ich mein Ursprungsfeuer größer brennen. Ich spürte wie alles Dunkle was noch in mir kämpfte verstummte. Natürlich,... wo Astraeon auftauchte war auch sie nicht fern. "Die Mutter der Sterne..." hauchte ich leise und nahm Elysaras Hand.



RE: Zwischen Nebelpfaden und Mondgärten - Astraeon - 07-11-2026

Eigentlich kam es selten vor, dass ich diesen Stern betrat, doch mein Bruder im Geiste weilte hier und darum blieb er bisher von Noxithar und mir verschont. Zudem es hier einige Wesen gab die es Wert waren zu leben. In dem Moment als er mich um Hilfe anrief gab ich ihm den Kristall, er wusste was damit zu tun war. Erst in dem Moment als er den Kristall fallen ließ riss ich die Mauern ein, zerstörte die Ketten und zeigte mich als kosmische Präsenz über allen.

Die wenigen Männer die noch lebten waren bezwungen sich zu beugen. Sie knieten immer noch auf dem Boden, verneigten sich vor dem Weltenverschlinger selbst... mir. Und dann spürte ich es. Dieses kleine Sternenlicht,... wie lange hatte ich sie gesucht und dabei war die all die Jahrhunderte hier. Ich nahm meine fleischliche Form an und ging zu ihr, Seraphine, meine kleine Schwester.

Mich zu ihr gehockt hielt ich ihr die Hand hin. "Ich habe in allen Galaxien nach dir gesucht und dabei warst du all die Jahrhunderte hier gefangen. Selbst vor mir verborgen... mein kleines Sternenlicht." ich zog sie in meine Arme als sie mich umarmte. Sie war so rein, so warm... das Licht zu meiner alles verschlingenden Finsternis.

Als ich meine Sonne spürte, sah ich auf. Sie kam um den Verfall aufzuhalten um meine Zerstörung zu zügeln. Ich spürte wie die Zerstörung aufhörte, meine schwarze Sternenenergie zog sich in mir zurück. "Deine Freundin..." hauchte ich ruhig zu Seraphine, denn ich wusste das sie immer eine gute Freundin und wie eine Mutter für sie war. So wie ich immer Bruder und Vater war...



RE: Zwischen Nebelpfaden und Mondgärten - Lumenaria - 07-11-2026

Ich hatte seine Präsenz bereits gespürt, bevor ich den Stern überhaupt erreichte. Immer war es so. Wo Astraeon erschien, verstummten selbst die ältesten Sonnen für einen Augenblick und das Gleichgewicht begann sich neu auszurichten. Während seine Finsternis den Verfall brachte, floss mein Licht durch die Welten und bewahrte das, was noch bewahrt werden sollte. Als ich durch den Riss zwischen den Sternen trat, fiel mein Blick sofort auf das zerstörte Gefängnis. Die Mauern lagen in Trümmern, uralte Magie zerfiel zu Staub und überall kehrten Wesen in ihre Freiheit zurück. Ich ließ mein goldenes Licht sanft über die Ruinen gleiten. Wo es den Boden berührte, beruhigten sich die erschütterten Leylinien, Risse schlossen sich langsam und die Welt selbst hörte auf zu beben. Ich wollte nichts ungeschehen machen. Nur verhindern, dass die Wunden dieses Ortes sich weiter durch die Schöpfung fraßen. Erst dann wanderte mein Blick zu Astraeon. Er hatte seine fleischliche Gestalt angenommen und hielt Seraphine in seinen Armen. Für einen langen Moment blieb ich einfach stehen und betrachtete die beiden. So viele Zeitalter hatte ich ihn nach ihr suchen sehen. So oft war sein Blick in die Sterne gewandert, ohne dass selbst ich wusste, wo sie verborgen worden war. Nun war sie endlich wieder bei ihm. Ein warmes Lächeln legte sich auf meine Lippen, als ich langsam näher trat. Als Astraeon meinen Blick bemerkte und seine dunkle Sternenenergie sich langsam wieder in ihn zurückzog, spürte ich, wie das Gleichgewicht zwischen uns erneut seinen Platz fand. Ich legte ihm kurz eine Hand an die Schulter und wandelte mich selbst in meine Form und sah ihn mit ruhigen Augen an. Du hast sie gefunden, sagte ich leise. In meiner Stimme lag keine Überraschung, sondern ehrliche Freude. Mein Blick glitt zu Seraphine. Behutsam kniete ich mich vor sie und strich ihr sanft eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Schön dich zu sehen nach so langer zeit  Ich ließ meine Hand einen Moment auf ihrer Wange ruhen. Mein Licht floss nicht, um sie zu heilen oder zu verändern, sondern einfach, um ihr Wärme und Geborgenheit zu schenken. Du bist endlich zu Hause. Dann richtete ich mich langsam wieder auf und ließ meinen Blick über die anderen schweifen. Elira hielt ihren Sohn fest in den Armen, Kairas war wieder an ihrer Seite, die uralten Wesen fanden zueinander zurück und selbst die erschöpften Klänge dieser Welt begannen wieder zu singen. Es war kein vollkommener Sieg. Nathair war entkommen und ich wusste, dass dies nicht das Ende sein würde. Doch heute war etwas geschehen, das selbst Jahrtausende nicht hatten verhindern können. Familien waren wieder vereint worden. Hoffnung war dorthin zurückgekehrt, wo zuvor nur Verzweiflung geherrscht hatte. Ich trat an Astraeons Seite und verschränkte meine Finger sanft mit seinen.


RE: Zwischen Nebelpfaden und Mondgärten - Kiren Yurei - 07-11-2026

Ich sah sie an und alles andere wurde nebensächlich. Nur sie war was zählte. Als ihre Stimme verstummte und sie ihre eigene wieder bekam sah ich in ihre Augen. "Deine Stimme,... sie ist zu dir zurückgekehrt." hauchte ich sanft und richtete mich mit ihr auf nur um meine Hand an ihre Wange zu legen und leicht zu lächeln.

"Ich hätte niemals damit gerechnet, dass ich dich einmal berühren könnte." hauchte ich zärtlich und hielt sie in meinen Armen. Ich konnte nicht anders und legte meine Lippen erneut auf ihre. Dieses Gefühl durchströmte mich wie ein warmes Licht, die Nebelpfade ruhten in mir und silberner Nebel umhüllte uns beide wie ein schimmernder Schleier.

In ihm spiegelten sich die Mondblumen und das Licht des Mondlichts. Als ich mich wieder von ihr löste sah ich nach oben, ich sah diese kosmische Kraft, das helle Licht der Sterne und schaute zu denen die uns gerettet hatten. Sanft nahm ich Lunarias Hand und ging zu ihnen.

"Ich danke euch,... für alles. Solltet ihr jemals Hilfe brauchen zögert nicht mich zu rufen, ich höre euch durch alle Pfade dieser Welt." sagte ich und lächelte. Die Eltern des kleinen Jungen schienen ihn gar nicht loslassen zu wollen... ein wunderschönes Bild das selbst mein Herz erwärmte.



RE: Zwischen Nebelpfaden und Mondgärten - Lunaria Selene - 07-11-2026

Ich lächelte ihn an, während ich spürte, wie meine Stimme  wieder vollkommen zu mir gehörte. Behutsam hob ich eine Hand an meinen Hals und brachte leise einen Ton hervor. Er war klar, warm und frei. Tränen stiegen mir erneut in die Augen. Langsam sah ich wieder zu ihm und nickte sanft. Sie ist zurück, flüsterte ich mit einem Lächeln, das ich nicht mehr zurückhalten konnte. Und das Erste, was ich mit ihr sagen möchte, ist, wie unendlich glücklich ich bin, dass du lebst. Als seine Hand meine Wange berührte, schloss ich für einen Augenblick die Augen und schmiegte mich dieser Berührung entgegen. So oft hatte ich mir vorgestellt, wie sie sich wohl anfühlen würde. Keine Vorstellung war der Wirklichkeit auch nur ansatzweise nahegekommen. Als er sagte, dass er niemals damit gerechnet hätte, mich berühren zu können, musste ich leise lachen, obwohl mir gleichzeitig die Tränen über die Wangen liefen. Ich auch nicht, gestand ich ehrlich. Und jetzt möchte ich nie wieder einen einzigen Tag erleben, an dem ich dich nicht bei mir habe. Als seine Lippen erneut meine fanden, erwiderte ich den Kuss voller Zärtlichkeit. Der silberne Nebel, der uns umgab, wirkte nicht länger einsam oder traurig. Er fühlte sich an wie ein Zuhause. Die Mondblüten öffneten ihre Blütenblätter im sanften Licht und ich spürte, wie sich unsere Magien miteinander verbanden, ohne dass wir dafür etwas tun mussten. Es war, als hätten sie nur auf diesen Augenblick gewartet. Als wir uns voneinander lösten, folgte ich seinem Blick nach oben. Die kosmischen Mächte, die uns gerettet hatten, erfüllten den Himmel mit einer Ehrfurcht, die ich kaum in Worte fassen konnte. Ich verschränkte meine Finger mit seinen und ging gemeinsam mit ihm auf sie zu. Als er seinen Dank aussprach, nickte ich zustimmend und ließ meinen Blick über Aureon, Elysara, Kairas, Elira und den kleinen Caelis gleiten. Mein Herz wurde warm, als ich sah, wie fest die beiden ihren Sohn in den Armen hielten. Nach all den verlorenen Jahren war ihre Familie endlich wieder vollständig. Auch ich danke euch, sagte ich leise. Nicht nur, weil ihr uns befreit habt. Sondern weil ihr niemals aufgehört habt, füreinander zu kämpfen. Ohne diesen Mut hätten wir uns niemals begegnen können. Ich lächelte sanft und drückte Kirens Hand ein wenig fester. Solltet ihr jemals die verlorenen Pfade betreten oder ihren Schutz brauchen, werdet ihr dort immer Freunde finden. Ihr habt uns mehr zurückgegeben als unsere Freiheit. Ihr habt uns unsere Zukunft geschenkt. Ich lehnte meinen Kopf leicht an seine Schulter und betrachtete noch einen Moment die wiedervereinten Familien und die Wesen, die langsam in ihre Welten zurückkehrten. Zum ersten Mal seit einer Ewigkeit fühlte sich die Welt nicht mehr wie ein Ort der Trennung an, sondern wie ein Ort, an dem selbst die längste Nacht irgendwann einem neuen Morgen weichen konnte, als ich zu ihm blickte senkte sich das lächeln. Aber wohin gehen wir nun?


RE: Zwischen Nebelpfaden und Mondgärten - Caelis - 07-11-2026

Als ich in den Armen meiner Mutter war schloss ich die Augen. Endlich heilten meine Wunden, das leuchtende Licht meiner augen kehrte zurück und ich schmiegte mich auch in die Arme meines Vaters. Nie hatte ich sie zuvor gesehen, ich war zu junge gewesen um mich an ihre Gesichter zu erinnern. Doch ich hatte immer gespürt, dass sie irgendwo da draußen waren. Und jetzt war ich wieder bei ihnen. Ich sah meine Mutter an und legte eine Hand an ihre Wange.

Ich lächelte nur,... zwar waren noch nicht alle Wunden verheilt und die in meiner Seele waren tiefer doch ich spürte zum ersten Mal in meinem Leben etwas wie Frieden. Dann sah ich zu Elysara, die Urhexe und zu dem Urdrachen... ich lächelte einfach und sah dann zu Kiren und Lunaria.

"Es war mir eine Ehre dir meine Stimme zu geben." sagte ich zu ihr und erst dann spürte ich die kosmische Kraft neben uns bei Seraphine. Sie hatte ihre Familie wieder,... ihren Bruder von dem ich schon vieles von ihr gehört hatte über ihre Klänge. Doch ich hatte ihre Stimme niemals gehört.

Langsam löste ich mich von meinen Eltern und ich ging zu ihr. "Seraphine..." hauchte ich leise. Ich hatte niemals gedacht, dass sie so... rein und schön ist. Irgendwie wünschte ich mir, dass sie auf der Erde bleiben würde,... es gab bestimmt einiges zu entdecken, sovieles was wir noch nie gesehen hatten.



RE: Zwischen Nebelpfaden und Mondgärten - Seraphine - 07-11-2026

Ich konnte meinen Blick kaum von meinem Bruder lösen. So viele Jahrtausende hatte ich geglaubt, ihn niemals wiederzusehen, und nun stand er wirklich vor mir. Seine Nähe fühlte sich genauso an, wie ich sie aus meiner frühesten Erinnerung kannte. Ich lächelte ihn an dann meine Mutter ja so sah ich sie beinah irgendwie. Ich nickte beiden zu und wischte mir sogar eine träne aus dem gesicht, ich hatte solange niemanden mehr umarmen können dieses gefühl der wärme war so schön. Ich hab dich vermisst....soviele jahre  ließ ich durch die Berührung meinen Bruderund Vater wissen, viel zu lange hatte ich gehofft wieder nach hause kommen zu können. Ich löste mich nur langsam von meinem Bruder, als ich meinen Namen hörte. Vorsichtig drehte ich den Kopf und mein Blick fiel auf Caelis. Einen Moment blieb ich einfach stehen und sah ihn an. Ich erkannte ihn sofort. Nicht, weil wir uns jemals begegnet waren, sondern weil ich seine Melodie all die Jahre gekannt hatte. Selbst durch die dicken Mauern des Gefängnisses hatte sie mich manchmal erreicht. Warm. Sanft. Voller Hoffnung. Als er näher kam, schlug mein Herz schneller. Ich wollte ihm antworten. Ich wollte seinen Namen sagen. Doch im selben Augenblick zog sich etwas in mir zusammen. Fast automatisch hob ich eine Hand an meinen Hals. Meine Finger glitten über die Haut, an der die Bannrunen so lange gebrannt hatten. Ich öffnete vorsichtig den Mund... doch kein Laut kam über meine Lippen. Sofort senkte ich den Blick wieder. Die Angst packte mich augenblicklich. Was, wenn die Stimme noch immer nicht zurückgekehrt war? Was, wenn ich nie wieder sprechen konnte? Meine Hände begannen leicht zu zittern und ich presste die Lippen fest aufeinander. Stattdessen schenkte ich ihm ein vorsichtiges Lächeln. Langsam hob ich meine Hand und legte sie behutsam an seine Wange. Mein Sternenlicht floss ganz sanft durch meine Fingerspitzen und ließ ihn spüren, was ich mit Worten nicht sagen konnte. Dankbarkeit. Freude. Hoffnung. Ich nickte ihm leicht zu und deutete dann mit der freien Hand auf mein Herz, ehe ich sie langsam zu ihm ausstreckte. Es war die einzige Sprache, die mir geblieben war. Ich wollte ihm zeigen, dass ich verstanden hatte, was er für Lunaria getan hatte. Dass ich seine Güte gespürt hatte. Dass ich froh war, ihn endlich kennenzulernen. Als ich bemerkte, wie meine Finger noch immer leicht zitterten, schloss ich sie vorsichtig um seine Hand. Dort fühlte ich mich sicherer. Einen kurzen Moment schloss ich die Augen und atmete tief durch. Vielleicht war meine Stimme wirklich zurück. Vielleicht auch nicht. Aber ich brachte es nicht über mich, es noch einmal zu versuchen. Zu oft hatte ich den Mund geöffnet und nur schmerzende Stille geerntet. Diese Angst saß tiefer als jede Narbe. Also blieb ich still und sah ihn nur mit einem sanften, warmen Lächeln an.Ich wusste selbst noch nicht was nun passierte, ich war so lange hier gewesen ich kannte nichts anderes mehr nichtmal was man zuhause nennen konnte.


RE: Zwischen Nebelpfaden und Mondgärten - Astraeon - 07-11-2026

Ich ging zu ihr,... meiner kleinen Schwester, mein einziges Sternenlicht und nahm sie in meine Arme. Als ich Lumenaria spürte ließ ich sie auch zu ihr. Ich sah meine Sonne an,... sie war so schön. Dann beobachtete ich wie Seraphine zu dem kleinen Klangjungen ging. Die beiden schienen einander sehr lieb zu haben.

Ich hielt Lumenarias Hand, ihre Anwesenheit beruhigte mich. Als ich sah wie Seraphine versuchte zu sprechen hockte ich mich zu ihr und legte ihr mit einem ruhigen Blick die Hand auf ihre Brust und die andere auf ihren Hals. Ich spürte tief sitzende Flüche, ihre Stimme wurde ich vor Jahrtausenden genommen. Also zog ich die Finsternis aus ihr heraus, ich zog jedes schwarze was noch in ihr lag aus ihr heraus.

Ich wusste, dass Lumenaria ihr Licht geben würde, ich konnte nichts erschaffen, ich konnte nur erlösen, löschen. Stattdessen legte ich eine Hand auf ihren Kopf und sah den kleinen Caelis an. "Danke,... dank dir verlor meine Schwester niemals ihr Licht. Vielleicht sollte ich mich eine Weile hier aufhalten." es war eine Weile her seit ich auf Erden gelebt hatte doch ich besaß das Anwesen immer noch,...

Dann jedoch ging mein Blick zu Kairas und Elira,... "Ich habe von euch gehört, doch eure Kraft ist wirklich einzigartig. Es ehrt mich euch kennen zulernen." sagte ich dann mit einem ruhigen Lächeln.



RE: Zwischen Nebelpfaden und Mondgärten - Lumenaria - 07-11-2026

Ich beobachtete Astraeon schweigend, während er sich vor Seraphine kniete. Sein Wesen war und blieb ein Widerspruch, den wohl nur wenige wirklich verstanden. Dieselben Hände, die Sterne erlöschen lassen konnten, berührten seine kleine Schwester mit einer Zärtlichkeit, die tiefer ging als jedes Wort. Als er die Finsternis aus ihr herauszog, spürte ich, wie sich uralte Flüche lösten. Schwarze, zähe Schatten verließen ihren Körper und zerfielen lautlos, sobald sie seine Hände erreichten. Ich trat einen Schritt näher und legte meine Hand sanft an Seraphines Wange. Mein Licht floss ruhig und gleichmäßig durch sie hindurch. Ich drängte nichts, ich heilte nichts mit Gewalt. Ich schenkte ihrem Körper lediglich das, was ihm so viele Jahrtausende gefehlt hatte. Wärme. Geborgenheit. Leben. Ich spürte, wie ihre Seele das Licht vorsichtig annahm, beinahe zögerlich, als hätte sie vergessen, dass sie keine Angst mehr haben musste. Ein sanftes Lächeln legte sich auf meine Lippen. Du musst nichts erzwingen, sagte ich leise zu ihr. Deine Stimme wird ihren Weg zu dir finden. Nicht heute und vielleicht auch nicht morgen. Aber sie ist nicht verloren. Behutsam strich ich ihr eine Haarsträhne hinter das Ohr und ließ meine Hand noch einen Moment auf ihrer Schulter ruhen. Erst dann richtete ich mich wieder auf und sah zu Caelis. Seine Geduld berührte mich. Er schien nichts von ihr zu erwarten, außer dass sie einfach da war. Genau das würde ihr helfen, wieder Vertrauen zu fassen. Als Astraeon schließlich meinte, er könne sich vorstellen, eine Weile auf der Erde zu bleiben, musste ich leise lächeln. Ich glaube, dieser Stern würde sich darüber freuen, sagte ich mit einem warmen Blick zu ihm. Und ich ehrlich gesagt auch. Mein Blick glitt durch die Ruinen des Gefängnisses, die langsam zur Ruhe kamen. Nach allem, was geschehen war, wirkte selbst die verletzte Welt friedlicher als zuvor. Schließlich wandte ich mich Kairas und Elira zu. Ich neigte leicht den Kopf, Es ist auch für mich eine Ehre, sagte ich ruhig. Nicht allein wegen eurer außergewöhnlichen Kraft. Viele besitzen Macht. Doch nur wenige sind bereit, alles aufzugeben, um andere zu retten. Mein Blick blieb einen Moment auf Elira ruhen. Dein Gesang hat nicht nur Mauern zerstört. Er hat Hoffnung dorthin getragen, wo selbst die Zeit sie längst aufgegeben hatte.  Danach sah ich Kairas an und lächelte sanft. Und ohne deinen Gegenklang wäre sie an ihrer eigenen Resonanz zerbrochen. Ihr beide seid nicht einfach stark. Ihr seid vollständig, weil ihr einander ergänzt. Ich trat wieder an Astraeons Seite und verschränkte meine Finger mit seinen. Für einen Augenblick betrachtete ich einfach die Menschen und Wesen um uns herum. Familien hatten sich wiedergefunden, uralte Feindschaften waren für diesen Moment bedeutungslos geworden und selbst Sterne schienen heller zu leuchten.Es tut ihr sicher gut wenn sie nicht direkt von ihren gefunden Freund wieder verschwindet...